Donnerstag, 15. März 2012

Pressemitteilung

Deutlich mehr psychische und neurologische Erkrankungen in Europa als bislang angenommen
Kim-Astrid Magister
Pressestelle

Technische Universität Dresden
05.09.2011 12:16
Psychische Störungen sind in Europa zur größten gesundheitspolitischen Herausforderung des 21. Jahrhunderts geworden. Dies ist ein Hauptergebnis einer wissenschaftlichen Studie, die von dem Dresdner Psychologen Prof. Hans-Ulrich Wittchen geleitet und heute (5. September 2011) vom European College of Neuropsychopharmacology (ECNP) und dem European Brain Council (EBC) vorgestellt wurde.

Die Autoren stellen zudem dramatische Missstände in der Versorgung fest. Weniger als ein Drittel aller Betroffenen wird überhaupt behandelt, zumeist nicht im Einklang mit fachlichen Richtlinien. Rechnet man die neurologischen Erkrankungen noch dazu, ist das „wahre“ Ausmaß der gesellschaftlichen Belastung noch deutlich höher.

Angesichts steigender Lebenserwartung und der damit einhergehenden Zunahme von Alterserkrankungen werden konzertierte Aktionen in der klinischen Grundlagen- und der Versorgungsforschung gefordert, um Versorgung und Prävention zu verbessern und die gesundheits-ökonomische Belastung nachhaltig zu reduzieren.

Die Studienergebnisse (veröffentlicht in European Neuropsychopharmacology) basieren auf einer über drei Jahre durchgeführten Studie und beziehen sich auf alle 27 EU Staaten sowie Schweiz, Island und Norwegen mit einer Gesamt-Einwohnerzahl von 514 Millionen Menschen. Es wurden mehr als 100 unterschiedliche psychische und neurologische Krankheitsbilder berücksichtigt. Damit ist dies die weltweit erste Studie, die ein nahezu vollständiges Spektrum von psychischen und neurologischen Störungen umfasst. Die Studie liefert erstmals ein realistisches Bild zur Häufigkeit und Belastung psychischer Störungen für alle europäischen Länder sowie für Europa als Ganzes.

Die wichtigsten Hauptergebnisse:
- Jährlich leiden 38,2 Prozent aller Einwohner der EU (164,8 Millionen Menschen) unter einer klinisch bedeutsamen psychischen Störung.
- Psychische Störungen sind in allen Altersstufen ähnlich häufig und selbst unter Kindern und jungen Erwachsenen weit verbreitet.
- Die häufigsten Erkrankungsformen sind Angststörungen (14,0 Prozent der Gesamtbevölkerung), Schlafstörungen (7,0 Prozent), unipolare Depressionen (6,9 Prozent), psychosomatische Erkrankungen (6,3 Prozent), Alkohol- und Drogenabhängigkeit (> 4 Prozent), Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen (5 Prozent aller Kinder und Jugendlichen), und Demenzen (1 Prozent bei 60-65 Jährigen bis 30 Prozent bei Personen über 85 Jahren).
- Häufigkeit und Rangreihe der psychischen Störungen sind mit Ausnahme von Suchterkrankungen in allen Ländern ähnlich.
- Im Vergleich zu 2005 ergeben sich keine Hinweise auf eine Zu- oder Abnahme der Häufigkeit psychischer Störungen. Eine Ausnahme bildet, aufgrund der angestiegenen Lebenserwartung, eine Zunahme der Demenzerkrankungen. Ein in verschiedenen EU-Ländern häufig „wahrgenommener“ Anstieg ist nicht auf eine Zunahme der Erkrankungshäufigkeit, sondern auf verändertes Hilfesuch- und Therapieverhalten der betroffenen Patienten bzw. der behandelnden Einrichtungen zurückzuführen.
- Auch hinsichtlich der extrem niedrigen Behandlungsraten psychischer Störungen hat sich im Vergleich zu 2005 keine Veränderung gezeigt. Höchstens ein Drittel aller Betroffenen in der EU erhalten irgendeine Form professioneller Aufmerksamkeit oder eine Therapie.
- Die Behandlung startet meist erst Jahre nach Krankheitsbeginn und entspricht oft nicht den minimalen Anforderungen an eine adäquate Therapie.
- Zusätzlich zu den 38 Prozent der Einwohner, die an psychischen Störungen leiden, sind weitere Millionen Menschen in der EU von neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Morbus Parkinson oder Multipler Sklerose betroffen.
- Insgesamt ist die gesellschaftliche Belastung durch psychische Störungen – gemessen durch den Indikator „disability-adjusted life years (DALYs)” der Weltgesundheitsorganisation – bei weitem größer als die durch irgendeine andere Krankheitsgruppe (Krebs, Herzerkrankungen etc). Die Studie legt erstmals spezifisch für die EU entsprechende Zahlen vor und zeigt, dass psychische Störungen für 26,6 Prozent der gesellschaftlichen Gesamtbelastung durch Krankheiten in der EU verantwortlich sind.
- Die vier am stärksten belastenden Erkrankungen sind dabei: Depression, Demenzen, Alkoholabhängigkeit und Schlaganfall.

Die Studie identifiziert auch einige entscheidende Faktoren, die für den Status quo mitverantwortlich sind und in Hinblick auf eine verbesserte Forschung und Praxis verändert werden müssen:
- Die disziplinäre Fragmentierung in Forschung und Praxis hinsichtlich unterschiedlicher Berufsgruppen (z.B. Psychiater, Neurologen, Psychotherapeuten, Psychologen) sowie daraus resultierend verschiedene Konzepte in Forschung und Praxis sowie Diagnostik und Therapie.
- Die gesellschaftliche und politische Tendenz, psychische und neurologische Erkrankungen zu marginalisieren und zu stigmatisieren.
- Das weitverbreitete Unwissen in der Bevölkerung und in der Gesundheitspolitik bezüglich der verschiedenen Formen psychischer Störungen, ihrer Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.

Die Autoren der Studie heben hervor: „Psychische Störungen sind kein seltenes Schicksal einiger Weniger. Das Gehirn als komplexestes Organ des Körpers ist genauso häufig wie der Rest des Körpers von „Störungen und Erkrankungen“ betroffen!“

Sie fordern: „Wir brauchen unmittelbare konzertierte Aktionen auf allen Ebenen - einschließlich einer erheblichen und der wahren Belastung entsprechenden Ausgabenerhöhung hinsichtlich der Grundlagen- und klinischen Anwendungs- und Versorgungsforschung. Ziel ist die verbesserte Aufklärung der Ursachen für psychische Störungen, um effektivere psychologische und medikamentöse Interventionen der Prävention und Therapie zu entwickeln, und so der Herausforderung zunehmender Belastungen durch psychische Störungen besser zu begegnen“.

Der Studienleiter Professor Hans-Ulrich Wittchen von der TU Dresden hebt zwei Forderungen hervor, die helfen sollen, psychischen Störungen als die Schlüssel-Herausforderung für unsere Gesundheitssysteme im 21. Jahrhundert zu bewältigen:

1. Das immense Ausmaß an Unter-, Fehl- und Mangelversorgung für die meisten psychischen Störungen muss beseitigt werden. Da viele psychische Störungen früh im Leben beginnen und – unbehandelt – massive negative Langzeiteffekte auf alle Lebensbereiche der Betroffenen haben können, müssen psychische Störungen früher und schneller nach ihrem erstmaligen Auftreten behandelt werden. Nur die gezielte und umfassende Frühintervention vor allem bei Jugendlichen kann einen exponentiell beschleunigten Anstieg der Häufigkeit Schwerstkranker und multimorbider Fallzahlen in Zukunft verhindern.
2. Wir müssen die komplexen Beziehungen der psychischen und neurologischen Erkrankungen untereinander beachten und erforschen. Anfänglich isolierte, relativ unkomplizierte psychische und neurologische Störungen führen unbehandelt oft zu vielfachen sekundären Erkrankungen, die wechselseitige Verstärkungen in der Krankheitsdynamik sowie eine erhebliche Mehrbelastung und massive Komplikation bedeuten. Wir brauchen Krankheits- und Versorgungsmodelle, die diese Entwicklungspfade über die gesamte Lebensspanne und für alle Erkrankungsgruppen berücksichtigen. Nur so kann es zu einem verbesserten Verständnis psychischer und neurologischer Störungen und einer effektiven Prävention und Therapie kommen.

Wittchen betont: „Das niedrige Problembewusstsein gekoppelt mit dem Unwissen über das wahre Ausmaß hinsichtlich Häufigkeit, Belastungen und Kosten psychischer Störungen in allen Gesellschaften und Schichten, ist das zentrales Hindernis für die Bewältigung dieser Herausforderung. Es bedarf einerseits einer deutlichen Erhöhung der nationalen und europäischen Forschungsbudgets um die Ursachen-, Präventions- und Behandlungsforschung zu intensivieren. Andererseits sind zusätzlich der Ausbau der Behandlungsressourcen für psychische Störungen und verbesserte Zuweisungsmodelle erforderlich, um die defizitäre Versorgungssituation unmittelbar zu verbessern.“

Die Studie wurde im Rahmen des Task Force Projektes des European College of Neuropsychopharmacology (ECNP) und des European Brain Council (EBC) zu „Größenordnung, gesellschaftliche Belastung und Kosten durch psychische und neurologische Erkrankungen in Europa 2010“ erstellt. Die Durchführung wurde finanziell unterstützt durch das European College of Neuropsychopharmacology (ECNP), das European Brain Council (EBC) sowie Lundbeck.

Informationen für Journalisten: Prof. Hans-Ulrich Wittchen, Tel. 0351 463 36985
E-Mail: wittchen@psychologie.tu-dresden.de

Sonntag, 2. Oktober 2011

Samstag, 4. Juni 2011

Notizen aus Radibor.

Vieles hat sich ereignet in den letzten Wochen und Monaten an diesem schönen Ort in einer der schönsten Regionen Deutschlands, in der Lausitz, in einem Bundesland mit wertvollster historischer und wirtschaftlicher Vergangenheit, in Sachsen, 10 km von einem gerade in dieser Jahreszeit mediterran anmutenden Städtchen, Bautzen, und 50 km von der Hauptstadt Dresden, Weltkulturstadt, entfernt, in Radibor, einem magischen Ort, der zwar noch etwas schlummert - im Dornröschenschlaf -, jedoch geeignet und vorausbestimmt zu sein scheint, in das Blickfeld der Weltöffentlichkeit zu rücken.


Ein erstes Mal wird dies bereits am 13. Juni 2011 geschehen:

"Der katholische Kaplan Alois Andritzki wurde im Konzentrationslager Dachau 1943 wegen seines Glaubens ermordet. Am 13. Juni 2011 wird er selig gesprochen.
Alois Andritzki stammt aus Radibor
Alois Andritzki wurde am 2. Juli 1914 in Radibor geboren. Radibor ist ein kleiner Ort in Sachsen, etwa zehn Kilometer nördlich von Bautzen. Vater Johann war Lehrer, Organist und Kantor in der Pfarrgemeinde, Mutter Magdalena war Hausfrau. Sie hatten insgesamt sechs Kinder: Johann, Gerhard, Maria, Alfons, Alois und Martha. Die vier Söhne studierten alle Theologie, drei davon wurden Priester; Alfons trat in den Jesuitenorden ein. Die Familie gehört der Volksgruppe der Sorben an. Alois heißt daher auf sorbisch: Alojs Andricki. Er besucht die Volksschule am Heimatort, anschließend die Katholische Ober- und Aufbauschule in Bautzen, wo er 1934 sein Abitur ablegte. Danach studierte er Theologie und Philosophie in Paderborn und war ein Jahr lang am Priesterseminar des Bistums Meißen in Schmochtitz bei Bautzen tätig."

Zitat aus: : Suite101.de http://www.suite101.de/content/die-seligsprechung-von-kaplan-alois-andritzki-a110416#ixzz1OJIZTbtU 



Unser zentrales Thema, Schloss Radibor und International Burnout Fund treten demzufolge - auch aus Piëtätsgründen - in den Hintergrund, obwohl sehr viel in diesem Zusammenhang geschehen ist, worüber in den nächsten Notizen aus Radibor zu berichten sein wird.

Freitag, 30. April 2010

Planungsgrundlagen für die Sanierung von Schloss Radibor in Buchform.

Die seit 2010 verantwortliche Eigentümerschaft für Schloss Radibor, der International Burnout Fund, vertreten durch den Schweizer Bau- und Kulturunternehmer Erwin Feurer, hat soeben eine Studie, die den heutigen Planungsstand umfasst, veröffentlicht.






Zweck und Inhalt dieser Publikation:



Gesamtplanung bis zur Baueingabe

Leitfaden für Handwerker

Entscheidungsgrundlage für private Investoren

Prospekt für Interessenten an der Nutzung

Absichtserklärung und Offenlegung

Verständnis- und Vertrauensbildung

Erstellung eines Inventars

Zusammenfassung des jetzigen Wissens

Bewusstseinsbildung für den Wert der Denkmalpflege

Umsetzung und Lösung von Problemen

Planunginstrument für die Restauration von Schloss Radibor.

Historischer Hintergrund.

Bestandesaufnahme, Entwicklung von Konzepten und Strategien zur Rettung des historisch wertvollen Kulturguts.

Entscheidungsgrundlage für Investoren und Nutzer.

Interaktives und dynamisches Bau-, Kunst- und Kulturprojekt.







Ab sofort erhältlich unter:



http://www.lulu.com/product/paperback/schloss-radibor-bl%c3%bcte-zerfall-und-restauration/10791629  .





Das Buch ist auch als Download erhältlich und wird laufend ergänzt.

Donnerstag, 8. April 2010

Schloss Radibor - Nutzwertanalyse - Lösungsorientiertes Diskussionsforum

Grundlagen Schloss Radibor (Kurzfassung)


Originaltext unter
http://www.schlossradibor.blogspot.com/

Historie

Die Wurzeln von Schloss Radibor gehen nach heutigem Erkenntnisstand zurück bis ins 13. Jahrhundert. Die erstmalige urkundliche Erwähnung ist umstritten; gemäss einer Quelle wird das Schloss 1221 erstmals als Herrensitz erwähnt, eine andere Quelle sieht 1359 als erstmalige urkundliche Nennung. Ursprünglich als Wasserburg gebaut, fanden mehrere Überbauungen statt, 1447 zum Rittersitz und 1709 die letzte Überbauung in die heutige Form eines Barockschlosses.

Die Schlossgeschichte ist geprägt von vielen Besitzerwechseln. Die berühmtesten Familien waren 1441 die Familie Hans von Bolberitz von Radibor, die Familie von Plaunitz 1463 - 1563, die Familie von Haugwitz 1589 - 1605, ab 1605 der Herr von Minkwitz, einer der eifrigsten Anhänger Luthers, sodann die Familie von Schack ab 1707, die das heutige Anwesen erbaute, sowie ab 1765 - 1945 zuerst die Familie des kaiserlichen Generals und Barons von Ried, dann die Familie Freiherr von Welck. Ab 1964 befand sich im Schloss das Sorbische Lehrerinstitut. Seit den 90er Jahren steht das Schloss leer, zerfällt und verkommt in einen mehr und mehr äusserst bedenklichen und beschämenden Zustand. Ab 1999 war das Schloss im Besitz und Eigentum eines sächsischen Bauunternehmers ohne jegliche Wartung und Unterhalt. Seit 2010 ist der Schweizer Bau- und Kulturunternehmer Erwin Feurer im Namen des International Burnout Fund Eigentümer des Schlosses.



Lage

Schloss Radibor liegt im Zentrum der sächsischen Gemeinde Radibor, nahe Bautzen in der Oberlausitz in einer leicht vertieften Senke, umgeben von einem ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden Park.



Zustand heute

Erhalten geblieben, zum Teil jedoch nicht mehr dazugehörend, sind bis heute das Schlossgebäude selbst, zwei barocke Gartenpavillons, das Torhaus (Jan Pierre van Ede, dem Besitzer von Schloss Weissig gehörend), die alte Brauerei, ein Gesindehaus, der Eiskeller sowie Teile der markanten Bruchsteinmauer.

Das Kernstück der Anlage, das Herrenhaus und Schlossgebäude, sowie die beiden Gartenpavillons befinden sich nicht nur in einem äusserst desolaten Zustand; durch eine völlig unverständliche Plünderung, die nach dem Auszug des Sorbischen Lehrerfortbildungsinstitut stattgefunden haben muss, ist das Schloss nahezu unbewohnbar gemacht worden. Sämtliche Türen und Tore, sämtliche Radiatoren, fast die gesamte Haustechnik, Beschläge, teilweise Fenster sind systematisch ausgeräumt worden, womit dem wertvollen Denkmalpflegegut ein nahezu irreparabler Schaden zugefügt wurde, da neue Bauteile an einem Denkmalpflegeobjekt das Originale nie ersetzen werden können.

Äusserlich verletzt und gravierende Ursache weiterer Bauschäden ist das Dach, ein Mansarden-Pultdach, einerseits in der Holzkonstruktion von Ungeziefer- und Wurmbefall geschädigt und bedroht (zur Zeit Schädlingsbefall jedoch wenig aktiv), andererseits bautechnisch mangelhaft erstellt oder renoviert; ohne Dachrinnen und Ablaufrohre ist dieser wichtige Bauteil ausserstande, das Gebäude innen trocken zu halten und wirkt dauernd feuchtigkeitbildend für den gesamten Dachkranz und sämtliche Aussenfassaden. Die Folgen sind Risse in und am Gebäude, Deckendurchbrüche, Gaubenabsenkungen bis hin zu -einbrüchen sowie Mauerabplatzungen und insgesamt erhebliche statische Verschiebungen.

Vergleichsweise unbedeutend, jedoch in keinster Weise zu verharmlosen und entschuldbar, ist die Zerstörung nahezu sämtlicher Fensterscheiben sowie weitere Vandalenakte, die jedoch verglichen mit anderen Gegenden im Osten Deutschlands noch als gemässigt bezeichnet werden dürfen, abgesehen vom Diebstahl der Türen und Tore und weiterer Materialien.

Nahezu die gleichlautende Analyse wie über das Hauptgebäude muss leider über die Gartenpavillons gemacht werden; sie sind ebenfalls in einem himmeltraurigen Zustand.

Der unter Denkmalschutz stehende Park bedarf einer dringlichen Ausdünnung und Ordnung, die vorderhand jedoch unter dem Gesichtspunkt der „Luftgebung“ und Freilegung des Schlosses vorgenommen werden soll.

Freitag, 22. Januar 2010

"Es sind die Besten, die Burnout kriegen."

Dr. med. Torsten Berghändler, Chefarzt Psychosomatik, Klinik Gais AG,

anlässlich seines Vortrags am Gesundheitssymposium St. Gallen vom 22. Januar 2010

"Wie entsteht Burnout?" und "Therapie und Umgang mit Burnout Betroffenen":

"Es sind die Besten, die Burnout kriegen."

"Burnout ist keine Schande."

"Burnout ist eine Referenz."

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Strategiekonzept International Burnout Fund

Mit diesem Auszug aus dem Strategiekonzept des International Burnout Fund
(Stand 24. Dezember 2009) treten wir heute zum ersten Mal an die Öffentlichkeit.
Das Konzept ist veränderbar, dynamisch; die Diskussion ist damit eröffnet.

International Burnout Fund

Beratung Prävention Behandlung Forschung

Zielsetzung

des International Burnout Fund (IBF) ist:

Die Vorbeugung, Behandlung und Erforschung der Krankheit Burnout.
Eine ganzheitliche und nachhaltige Rehabilitation der Burnout-Betroffenen.
Die Errichtung von Behandlungszentren.
Der Aufbau einer Selbsthilfeorganisation.
Die Ausübung von Solidarität der Gemeinschaft gegenüber dem Einzelnen und umgekehrt
Information und Aufklärung der Öffentlichkeit zum Thema Burnout.
Einflussnahme auf Wirtschaft und Politik.
Aktive Vertretung der Burnout-Betroffenen in der Öffentlichkeit.

Zur Zielsetzung des IBF gehört ausserdem:

Die Entwicklung von Konzepten zur Problembewältigung.
Die Schaffung und Einbindung juristischer, medizinischer, sozialer und wirtschaftlicher Netzwerke.
Die Beratung, Betreuung und Supervision von Einzelpersonen und Organisationen.
Die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsqualität.
Der Einbezug und das Studium ökologischer Ursachen und Wirkungen.

Zielgruppen

Zielgruppen:

Gesamtbevölkerung
Private und öffentliche Organisationen, Verbände und Trägerschaften
- Fachkräfte
- Ärzte und Fachärzte
- Psychologen, Soziologen, Ökonomen, Juristen, Ökologen etc.
- Wissenschafter
Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Berufsverbände
Fach- und Beratungsstellen auf Kantons-/Länder- oder Bundesebene
- Akteure im Gesundheitswesen
- Gesunde und kranke Menschen
- Medizinische und psychologische Berater und Betreuer
- Ärzte, Therapeuten, Spitäler
- Krankenkassen, Versicherungen
- Gewerbe, Handel und Industrie (insbesondere Pharmaindustrie)
- Öffentliche Ämter
- Verbände
- Politiker

Definitionsansätze

Der International Burnout Fund identifiziert sich mit keiner spezifischen Definition, möchte jedoch dazu beitragen, Definitionen zu schaffen, die allgemein anerkannt werden können.

Definitionsansatz International Burnout Fund

… „Burnout“ hat effektiv bedenkliche Ausmasse angenommen. Er ist nicht nur Zustand eines einzelnen Menschen, der psychisch, psychosomatisch und als nächste Stufe auch physisch am Rande seiner Kräfte ist, „burnout“ sind die Systeme dieser Welt, die auseinanderzubrechen drohen. Der Mensch ist lediglich das Spiegelbild dieser angeschlagenen Erde, die von einem homo oeconomicus in unverantwortbarer Weise bewirtschaftet wurde. Der Spiegel zeigt ein alarmierendes Bild, Jahr für Jahr nehmen die Zahlen der an „Burnout“ Erkrankten zu. Dies wird sich voraussichtlich solange nicht ändern, als wir mit dem Gut „Erde“ nicht besser umgehen. Es ist absolut vordringlich, Veränderungen in unserer Verhaltensweise vorzunehmen. Andernfalls wird die Zahl der „Burnout“-Geschädigten ins Unendliche gehen. „Burnout“ ist daher Symptom der Krankheit unserer Umwelt, die von uns selbst verursacht wurde, eine Rückkoppelung gleichsam. Wenn wir zu lange noch warten, wird der Vorgang nicht mehr reversibel sein. Eine unumkehrbare Chronifizierung des Leidens wird nicht wieder gut zu machende Folge sein. „Burnout“ ist aber auch die Krankheit eines Einzelnen, die ernst genommen werden muss. Ohne nachhaltige Verbesserungen der Umwelt insgesamt bleibt jede Einzelmassnahme jedoch nur Kosmetik an einer unheilbaren Krankheit. Was es braucht, ist eine Ganzheitliche Rehabilitation von Mensch und Umwelt, ...

Obiges Zitat aus: Feurer Erwin, St. Gallen,Ganzheitliche Rehabilitation von Mensch und Umwelt als soziale und kulturelle Revolution des 21. Jahrhunderts, Vortrag, Juni 2009.

Rechtsform

Verein im Sinne von Art. 60 ff. ZGB
Gründung am 1. Mai 2009 in St. Gallen (Therapie- und Kulturzentrum Moosmühle, Gaiserwaldweg 56, 9015 St. Gallen
Oberstes Organ
Generalversammlung der Aktivmitglieder: Versammlung findet mindestens einmal pro Jahr statt. Aktivmitglieder bilden die Basis der Vereinigung. Sie erlassen Statuten, geben die Ziele vor und gewährleisten deren reibungslose und effiziente Umsetzung.
Gönnervereinigung
Bestehend aus den Passivmitglieder des Vereins, welche mit Bezahlung des Jahresbeitrags die Dienstleistungen des Vereins in Anspruch nehmen können.
Statuten jederzeit einsehbar

Organisation

Internationale Burnout Stiftung
Internationale Burnout Vereinigung
Internationales Burnout Zentrum
Internationale Burnout Forschung
Zentrum Moosmühle bei St. Gallen
Zentrum Schloss Radibor bei Dresden

Internationale Burnout-Stiftung

Ausgehend von der Schweiz sollen vom Burnout Betroffene und ihre Familien den Weg zurück in ein selbstbestimmtes, aktives Leben finden. Der 2009 gegründete International Burnout Fund soll eine weltweit einzigartige Leistungskette zur ganzheitlichen Rehabilitation und bestmöglichen Wiedereingliederung der Betroffenen in Beruf, Familie und Gesellschaft schaffen. Sie unterstützt alle Burnout-Betroffenen in der Schweiz und im Ausland und sucht einen grossen Rückhalt in der Bevölkerung. Zum Zielpublikum gehören Millionen Haushalte der Schweiz und im Ausland, welche eine Gönner-Vereinigung bilden und mit ihren Beiträgen jenen Menschen helfen, die vom Burnout betroffen sind. Sie treffen aber auch Vorsorge für sich selbst. Denn die Gönner-Vereinigung des Internationalen Burnout Fund lindert die Not der Gönner im Falle einer ärztlich bescheinigten Burnout-Erkrankung mit Arbeitsunfähigkeit von über zwei Jahren mit einem Beitrag, der statistisch und versicherungsmathematisch ermittelt wird auf Grund der Mitgliederzahl. Die Auszahlung erfolgt weltweit unabhängig von Kranken- und Behandlungsort. Ein umfassendes Dienstleistungsangebot wird noch formuliert und publiziert.

Internationale Burnout-Vereinigung

Wir begleiten Sie ein Leben lang!
Die Internationale Burnout-Vereinigung ist der internationale Dachverband der Burnout-Betroffenen. Landesclubs tragen als dezentrale Pfeiler den Solidaritätsgedanken in die gesamte Welt.
Im Rahmen der ganzheitlichen Rehabilitation vom Burnout betroffener Menschen auf der ganzen Welt nimmt die Internationale Burnout-Vereinigung, mit ihren Abteilungen, eine bedeutsame Rolle ein. Sie ist weltweit tätig und offeriert allen Burnout-Betroffenen auf der ganzen Welt eine Fülle von teils unentgeltlichen oder vergünstigten Dienstleistungen zur Bewältigung des Alltags vor, während und nach Beendigung der Behandlung und setzt sich für deren nachhaltige Prävention und Erhaltung der Gesundheit der Burnout-Betroffenen ein.

Internationales Burnout-Zentrum

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen Internationalen Burnout-Zentren setzen sich rund um die Uhr für Ihr Wohl und einen angenehmen Aufenthalt ein. Leitgedanke ihres Tuns ist die bestmögliche Betreuung aller Patientinnen und Patienten - ob stationär oder ambulant. Daher finden Sie in den multifunktionellen Begegnungszentren ausser vielfältigen medizinisch-therapeutischen Einrichtungen auch eine Fülle anderer nützlicher Dienstleistungen.

Mitglied werden
in der Gönner-Vereinigung!

Postcheckkonto:
85-264989-6 Internationale Burnout-Stiftung, Gönner-Vereinigung, 9015 St. Gallen

Für Zahlungen aus dem Ausland: HYPO-BANK VBG HÖCHST / IBAN: AT675800015487738015 BIC: HYPVAT2B
GÖNNER-VEREINIGUNG INTERNATIONAL BURNOUT FUND, 9015 ST.GALLEN, SCHWEIZ

Kontakt

Internationaler Burnout Fund (IBF)
Therapiezentrum Moosmühle
Gaiserwaldweg 56
CH-9015 St. Gallen

Telefon/Fax 0041 71 470 05 03
Natel 0041 79 335 08 12
E-Mail: erwinfeurer@gmail.com
website: www.internationalburnoutfund.blogspot.com